Computer, Fernseher, Smartphone & Co. – das stundenlange Starren auf Monitore bedeutet echten Stress für unsere Augen. Umso wichtiger, ihnen regelmäßig etwas Entspannung zu gönnen. Ein wahres Wellnessprogramm für unsere Sehorgane ist Augenyoga.

Yoga für die Augen? Ja, Sie haben richtig gelesen. Denn auch die Augen bestehen aus Muskeln, die trainiert werden wollen. Bei Stress und starker Beanspruchung können sie sich schnell verspannen. Die indischen Entspannungs- und Meditationsübungen schaffen hier Abhilfe. Und nicht nur das: Mit regelmäßigem Training kann Augenyoga sogar dazu beitragen, unsere Sehkraft zu stärken. Darüber hinaus hilft es, Verspannungen der Nackenmuskulatur zu lösen. Das Beste: Die Übungen können überall ausgeführt werden und lassen sich daher ganz leicht in unseren Alltag integrieren.

Es gibt zahlreiche Übungen – hier eine kleine Auswahl:

  • Palmieren: In einer bequemen und aufrechten Sitzposition die Handflächen so lange aneinanderreiben, bis sie warm sind und kribbeln. Dann die Augen schließen und die Handflächen leicht gewölbt auf die geschlossenen Lider legen. Diese Stellung in entspannter Haltung mehrere Minuten genießen, dabei tief in den Bauch ein- und ausatmen.
  • Konzentrieren: Die Augen schließen und eine Minute tief ein- und ausatmen. Dann die Augen öffnen und auf ein Objekt fokussieren. Anschließend die Augen wieder schließen und tief ein- und ausatmen, dabei das Objekt vor den Augen vorstellen.
  • Stärken: Die Augen schließen und für eine Minute im Kreis rollen.
  • Augenuhr: Die Augen schließen und dabei eine Uhr vorstellen. Ausgehend von 12 Uhr wandert der Blick jetzt im Uhrzeigersinn Stunde für Stunde nach rechts und nach unten zu 6 Uhr. Anschließend nach links und nach oben zurück zur 12. Das Ganze wiederholen, auch entgegen des Uhrzeigersinns.
  • Fokussieren: In bequemer Sitzhaltung die Augen offen halten und so weit wie möglich nach oben blicken. Die Position für einige Sekunden halten und dann so weit wie möglich nach unten schauen, ohne den Kopf zu bewegen. Wieder für einige Sekunden halten, blinzeln und die Übung fünf Mal wiederholen.
  • Zwischen Nah und Fern: Den Blick zur Nasenspitze richten, für einige Sekunden halten, dann den Blick auf den Daumen des ausgestreckten Arms richten, danach in die Ferne schweifen lassen und wieder zurück. Im Atemrhythmus zwischen diesen drei Bezugspunkten wechseln.
  • Liegende Acht: In aufrechter Sitzposition die Augen in Form einer liegenden Acht kreisen lassen, mehrmals wiederholen, auch in entgegengesetzer Richtung. Dann die Handflächen auf die Augen legen, tief ein- und ausatmen und entspannen.
  • Augenmassage: Abgeschlossen werden die Übungen mit einer Augenmassage. Die Muskeln um die Augenpartie sanft streichen und klopfen. Zum Schluss noch einmal die Handflächen aneinanderreiben und Palmieren.

Das Augenyoga wird ohne Sehhilfe durchgeführt. Wichtig: Die Augen dürfen sich nie überanstrengt anfühlen, daher zwischen den einzelnen Übungen ruhig kleine Pausen einlegen, einige Male blinzeln und die Augen schließen. Auch wenn Augenyoga dazu beitragen kann, die Sehkraft zu stärken, ersetzen die Übungen bei Sehschwächen keinesfalls den Besuch eines Augenarztes.

In diesem Sinn, seht entspannt und immer SCHAF.sichtig