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Orgosolo – Der Inbegriff für Kunst in den Bergen Sardiniens
22 Mai 2018

Orgosolo – Der Inbegriff für Kunst in den Bergen Sardiniens

Post by schaf.sichtig

Wenn ihr Sardinien bereist, besucht in jedem Fall das Bergdorf Orgoloso. In diesem Dorf werden die Worte Revolution, Kunst und Natur greifbar, um nicht zu sagen lebendig. In früheren Zeiten galt der Ort als ‚Banditennest‘ , heute ist er bekannt für seine Wandmalereien, Murales genannt. Zu sehen sind vielfältige Darstellungen mit meist politischen Aussagen, des einfachen Lebens der Hirten in den Bergen oder auch Malereien z.B. von Juan Miro.

 

Orgoloso ‚klebt‘ sozusagen am Berg in einer traumhaften Landschaft, und von seiner Höhe hat man einen phantastischen Blick in das Tal Richtung Oliena.

 

 

Wir haben mit unserem Führer Sandro einige der mittlerweile mehr als 200 Malereien angeschaut, und einige möchten wir euch zeigen. Es ist natürlich eine sehr subjektive Auswahl, möchtet ihr mehr davon sehen… na, ihr wisst ja wo es die Kunstwerke zu bewundern gibt….;-))

Das erste Bild ist ein bisschen philosophisch angehaucht, es beginnt mit den Worten „Der Mensch möchte Fisch und Vogel sein…“ und endet mit den Worten „…nur die Katze möchte eine Katze sein“.

 

 

…und ich möchte nur Lilo sein, das Optikerschaf…;-)))

Die folgende Malerei ist politischer. Die Menschen haben sich gegen den geplanten Bau eines Militärübungsplatzes aufgelehnt, aufgrund des Protests der Bevölkerung wurde dieser Plan nicht umgesetzt.

 

 

Noch etwas politisches, diese Malerei erinnert an das Attentat auf Präsident Allende, und den Angriff auf den Präsidentenpalast in Santiago de Chile.

 

 

Buntes Markttreiben…

 

 

Der Hirte…

 

 

Erinnerung an die italienischen Sänger De Andrè und Augusto der Gruppe ‚I Nomadi‘

 

 

Einige neuere Malereien…

 

 

 

 

Und manchmal sitzen die Damen zu einem ‚Pläuschchen‘ beisammen…;-))

 

 

Den 11. September 2001 werden wir wohl alle so bald nicht vergessen…

 

 

Der Ursprung der Murales wurde im Jahr 1969 durch die anarchische Theatergruppe ‚Dioniso‘ gelegt. Im Jahr 1975, zum 30igsten Jahrestag des Partisanenkampfes gegen den Nazifaschismus, hatten Lehrer und Schüler einer Schule in Orgosolo die Idee, daran in ganz besonderer und ungewöhnlicher Weise zu erinnern. Sie erschufen Bilder, die das Geschehene an den Hauswänden darstellten, daraus entstand letztlich das Phänomen der Wandmalerei. Die meisten Arbeiten wurden von dem Künstler Francesco Del Casino ausgeführt.

Das letzte Bild ist keine Malerei, sondern zeugt von dem ein oder anderen Konflikt in Orgosolo. Für uns sagt es ‚Stop der Gewalt‘ !

 

 

In diesem Sinn, bleibt friedlich und immer SCHAF.sichtig,

Eure Lilo

 

 

3 Comments

Sharminda 22. Mai 2018 at 20:32 - Reply

Schöne Bilder, Gudula!
Am besten gefällt mir – Buntes Markttreiben!
LG Sharminda

    schaf.sichtig 23. Mai 2018 at 21:09 - Reply

    Hallo Sharminda,
    ich habe so viele Malereien fotografiert, da war die Auswahl sehr schwer. Freut mich, dass die Bilder gefallen. Ganz liebe Grüße in den warmen Westerwald…;-)) Gudula

schaf.sichtig 26. Mai 2018 at 19:34 - Reply

Hallo Hildegard,
schön von Dir zu lesen, und danke für das Lob. Es freut mich, dass Dir meine Reiseeindrücke gefallen. Und Frauen die ein ‚Pläuschchen‘ halten, wirken doch immer ganz entspannt, nicht wahr?!
Herzliche Grüße und eine gute Zeit,
Gudula

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