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MATA: Wenn der Mund-Nasen-Schutz aufs Auge geht
13 Dez 2020

MATA: Wenn der Mund-Nasen-Schutz aufs Auge geht

Post by schaf.sichtig

Kaum ist die Maske aufgesetzt, schon beschlagen die Brillengläser. Diese lästige Begleiterscheinung des Mund-Nasen-Schutzes ist Brillenträgern nur allzu gut bekannt. Doch wussten Sie, dass das Maskentragen noch einen weiteren unangenehmen Nebeneffekt mit sich bringen kann? Experten des Zentrums für Augenforschung und -bildung (CORE) in Kanada verweisen auf das „Masken-assoziierte Trockene Auge (MATA)“ – so der Fachbegriff des Phänomens, das unseren Augen vor allem im Winter zusätzlich zu schaffen macht.

 

Der Grund: Durch die Maske kann sich der Luftfluss nicht ausreichend nach außen ausbreiten. Doch der Atem bahnt sich trotzdem seinen Weg, sodass die Luft – wenn die Maske nicht eng genug am Gesicht anliegt – nach oben über die Oberfläche der Augen strömt. Dadurch wird die Verdunstung des Tränenfilms beschleunigt. Die Folge: Die Augen, die im Winter ohnehin schon durch kalten Wind und trockene Heizungsluft gefordert sind, werden zusätzlich strapaziert, sie sind gereizt und gerötet, jucken und tränen.

 

Tipps, damit der Schutz nicht aufs Auge geht

 

Um Abhilfe zu schaffen, hilft es grundsätzlich, augenfreundlichere Bedingungen zu schaffen. Dazu empfehlen Experten folgende einfache Maßnahmen:

·      Sorgen Sie dafür, dass die Luftfeuchtigkeit in klimatisierten oder beheizten Räumen ausreichend ist, etwa mit einem Luftbefeuchter.

·      Tränenersatzmittel oder Nachbenetzungstropfen erzeugen einen künstlichen Film auf den Augen und können vor dem Austrocknen schützen.  Um ernste Erkrankungen abzuklären, ist es ratsam einen Augenarzt zu konsultieren.

·      Gönnen Sie Ihren Augen regelmäßig frische Luft.

·      Achten Sie beim Autofahren darauf, dass das Gebläse nie direkt auf Ihre Augen gerichtet ist.

·      Blinzeln Sie bei längeren Arbeiten am Bildschirm ganz bewusst häufiger, gönnen Sie sich ab und zu kleine Pausen oder schauen Sie einfach mal einige Minuten lang in die Ferne. Generell ist regelmäßiges Blinzeln wichtig. Dadurch wird der Tränenfilm gleichmäßig auf der Hornhaut verteilt, die Augen werden befeuchtet.

·      Verwenden Sie möglichst reizarme Kosmetika.

Speziell gegen MATA helfen folgende Tipps:

·      Achten Sie darauf, dass die Maske eng am Gesicht anliegt. Dafür ist ein integrierter Nasenbügel hilfreich, den man individuell zurechtbiegen kann. Der richtige Sitz verhindert übrigens auch, dass die Brillengläser beschlagen.

·      Mit einem Klebeband lässt sich die Maske am Nasenrücken fixieren, sodass die Luft nicht nach oben entweichen kann.

In diesem Sinn, denken Sie an sich, schonen ihre Augen und bleiben SCHAF.sichtig

 

 

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